Padel
Kurz gesagt
Beim Americano wechselt der Partner jede Runde nach festem Plan, bis jeder einmal mit jedem gespielt hat. Jeder Ballwechsel ist ein Punkt, gespielt wird auf eine feste Gesamtzahl wie 24, und jeder Spieler bekommt die Punkte seines Teams gutgeschrieben. Beim Mexicano entsteht jede Runde neu aus der Tabelle: Erster und Vierter spielen gegen Zweiten und Dritten. Am Ende gewinnt, wer die meisten Punkte gesammelt hat.
Americano ist ein Turnierformat für einen Abend, an dem mehr Leute da sind, als auf einen Platz passen. Gespielt wird immer Doppel, aber nicht mit festem Partner: Nach jeder Runde bekommst du einen neuen Mitspieler und neue Gegner. Am Ende zählt nicht, welches Team gewonnen hat, sondern wie viele Punkte du über alle Runden gesammelt hast.
Eine Runde ist keine Partie mit Sätzen, sondern ein Block mit fester Punktzahl, zum Beispiel 24. Jeder Ballwechsel bringt dem Team, das ihn gewinnt, einen Punkt. Sind alle 24 Punkte gespielt, ist die Runde vorbei. Steht es dann 16:8, bekommen beide Spieler des einen Teams je 16 Punkte gutgeschrieben, beide des anderen je 8. Auch die Verlierer sammeln also mit jedem gewonnenen Ballwechsel weiter.
Verbreitet sind 16, 21, 24 und 32 Punkte je Runde. Weniger Punkte heißen kürzere Runden und mehr Partnerwechsel in derselben Platzzeit. Bei einer ungeraden Zahl wie 21 kann es kein Unentschieden geben; bei 24 ist ein 12:12 möglich, dann bekommt jeder 12.
Die Tennis-Zählung 15, 30, 40 gibt es beim Americano nicht, auch keine Spiele und keinen Golden Point. Gezählt wird schlicht jeder Ballwechsel. Damit niemand durch den Aufschlag bevorzugt wird, schlägt jeder Spieler eine feste Anzahl von Malen hintereinander auf, meist zwei oder vier, dann wechselt der Aufschlag zum anderen Team. Die Reihenfolge läuft reihum: erst ein Spieler aus Team A, dann einer aus Team B, dann der zweite aus A, dann der zweite aus B.
Ob das aufgeht, hängt an der Punktzahl. Die folgende Tabelle ist nachgerechnet: Sie zeigt, wie viele Aufschläge jeder der vier Spieler bekommt, wenn die Reihenfolge A1, B1, A2, B2 durchläuft, bis die Punktzahl erreicht ist.
| Punkte je Runde | Aufschläge am Stück | Aufschläge je Spieler (A1 · B1 · A2 · B2) | Verteilung |
|---|---|---|---|
| 16 | 2 | 4 · 4 · 4 · 4 | gleich verteilt |
| 16 | 4 | 4 · 4 · 4 · 4 | gleich verteilt |
| 21 | 2 | 6 · 6 · 5 · 4 | ungleich |
| 21 | 4 | 8 · 5 · 4 · 4 | ungleich |
| 24 | 2 | 6 · 6 · 6 · 6 | gleich verteilt |
| 24 | 4 | 8 · 8 · 4 · 4 | ungleich |
| 32 | 2 | 8 · 8 · 8 · 8 | gleich verteilt |
| 32 | 4 | 8 · 8 · 8 · 8 | gleich verteilt |
Bei 24 Punkten und vier Aufschlägen am Stück kommen zwei Spieler auf acht Aufschläge, die beiden anderen nur auf vier. Mit zwei Aufschlägen am Stück ist es gerecht. Bei 16 und 32 Punkten gehen beide Varianten auf, bei 21 keine.
Auf einem Platz stehen vier Spieler. Wer nicht in einen vollen Vierer passt, pausiert in dieser Runde. Daraus ergibt sich die Rundenzahl: Ist die Spielerzahl durch vier teilbar, braucht es genau eine Runde weniger als Spieler, damit jeder einmal mit jedem zusammenspielt. Jeder hat dann so viele Partner, wie es Mitspieler gibt. Geht die Zahl nicht auf, ist eine Rundenzahl gleich der Spielerzahl die sauberste Wahl: Dann pausiert jeder gleich oft.
| Spieler | Plätze | Pausen je Runde | Runden | Partien je Spieler | Damit gilt |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 | 1 | 0 | 3 | 3 | jeder einmal mit jedem |
| 5 | 1 | 1 | 5 | 4 | jeder pausiert 1× |
| 6 | 1 | 2 | 6 | 4 | jeder pausiert 2× |
| 7 | 1 | 3 | 7 | 4 | jeder pausiert 3× |
| 8 | 2 | 0 | 7 | 7 | jeder einmal mit jedem |
| 9 | 2 | 1 | 9 | 8 | jeder pausiert 1× |
| 10 | 2 | 2 | 10 | 8 | jeder pausiert 2× |
| 11 | 2 | 3 | 11 | 8 | jeder pausiert 3× |
| 12 | 3 | 0 | 11 | 11 | jeder einmal mit jedem |
| 13 | 3 | 1 | 13 | 12 | jeder pausiert 1× |
| 14 | 3 | 2 | 14 | 12 | jeder pausiert 2× |
| 15 | 3 | 3 | 15 | 12 | jeder pausiert 3× |
| 16 | 4 | 0 | 15 | 15 | jeder einmal mit jedem |
Nachgerechnet: Plätze = Spieler ÷ 4 (abgerundet), Pausen je Runde = Rest der Division. Bei 4, 8, 12 und 16 Spielern ergibt das bekannte Kreisverfahren in Spieler − 1 Runden jede Partnerkombination genau einmal (geprüft für alle vier Fälle).
Pausieren nicht alle gleich oft, etwa weil ihr früher aufhört, ist die reine Punktsumme ungerecht: Wer öfter spielen durfte, hat mehr sammeln können. Fairer ist dann der Schnitt je gespielter Runde.
Mexicano zählt genauso wie Americano, plant die Runden aber nicht im Voraus. Die erste Runde wird ausgelost oder nach Liste gebildet. Danach sortiert ihr alle nach dem Zwischenstand und teilt die Plätze von oben nach unten auf: Die ersten vier der Tabelle spielen auf einem Platz, die nächsten vier auf dem nächsten.
Auf jedem Platz spielt der Bestplatzierte mit dem Vierten gegen den Zweiten und den Dritten. Auf Platz zwei heißt das Fünfter und Achter gegen Sechsten und Siebten. So treffen Spieler ähnlicher Stärke aufeinander, und die Partien bleiben eng. Das ist die verbreitetste Regel; manche Veranstalter paaren anders, deshalb lohnt es sich, vor dem Start kurz abzusprechen, was gilt.
Weil jede Runde vom Ergebnis der vorigen abhängt, kann die nächste Runde erst beginnen, wenn alle Plätze fertig sind. Bei mehreren Plätzen heißt das manchmal Warten auf den langsamsten Platz.
| Americano | Mexicano | |
|---|---|---|
| Paarungen | fester Plan, vor dem ersten Ball bekannt | Runde für Runde aus der aktuellen Tabelle |
| Partner | jeder mit jedem | meist ähnlich Starke miteinander |
| Erste Runde | nach Plan | ausgelost oder nach Liste |
| Partien | oft deutliche Ergebnisse, wenn Stärken gemischt sind | meist enger, weil Gleichstarke aufeinandertreffen |
| Zählweise | Punkte je Ballwechsel, feste Gesamtpunktzahl | genauso |
| Passt, wenn | gemischte Gruppe, Kennenlernen, gesellig | ausgeglichene Partien gewünscht sind |
Für eine Gruppe, die sich nicht kennt oder sehr unterschiedlich spielt, ist Americano der freundlichere Einstieg: Jeder spielt mit jedem, auch mit den Stärksten. Mexicano lohnt sich, wenn ihr spannende Partien wollt und die Stärken ohnehin ähnlich sind.
Beim Team-Americano bleiben die Paare den ganzen Abend gleich, nur die Gegner wechseln. Gezählt wird weiter nach Punkten je Runde, gewertet wird das Paar. Beim Mixicano besteht jedes Team aus einer Frau und einem Mann; je nach Veranstalter werden die Runden dabei nach festem Plan wie beim Americano oder nach Tabelle wie beim Mexicano gebildet. Daneben spielen manche Runden nach Zeit statt nach Punkten: Jede Runde dauert eine feste Anzahl Minuten, und gewertet wird, was beim Abpfiff steht.
Stand: 2026-10-16
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Die Uhr zählt dabei einen Platz, nämlich den, auf dem du stehst.
Beim Americano steht der Spielplan vorher fest, und jeder spielt einmal mit jedem zusammen. Beim Mexicano wird jede Runde aus der aktuellen Tabelle gebildet: Erster und Vierter spielen gegen Zweiten und Dritten. Gezählt wird in beiden Formaten gleich, mit Punkten je Ballwechsel.
Verbreitet sind 16, 21, 24 und 32 Punkte je Runde. Die Runde endet, sobald alle Punkte gespielt sind, und jeder Spieler bekommt die Punkte seines Teams gutgeschrieben, etwa 16 und 8 bei einem 16:8.
Jeder Spieler schlägt eine feste Anzahl von Malen hintereinander auf, meist zwei oder vier, dann wechselt der Aufschlag reihum in der Folge A1, B1, A2, B2. Bei 24 Punkten verteilen nur zwei Aufschläge am Stück die Aufschläge gleichmäßig auf alle vier.
Sieben Runden auf zwei Plätzen. Dann hat jeder Spieler mit jedem der sieben anderen genau einmal zusammengespielt, ohne dass jemand pausiert.
Ja, auf einem Platz. Pro Runde pausieren dann ein, zwei oder drei Spieler. Spielt ihr so viele Runden, wie Spieler da sind, pausiert jeder gleich oft. Für die Wertung ist der Schnitt je gespielter Runde fairer als die reine Summe.
Wie beim Americano gewinnt, wer über alle Runden die meisten Punkte gesammelt hat. Haben nicht alle gleich viele Runden gespielt, entscheidet besser der Schnitt je Runde.
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