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App · Haus & Energie

BalkonWatt

Halte dein iPhone ans Geländer und erfahre in drei Minuten, was ein Balkonkraftwerk an deinem Balkon bringt. Ausrichtung, Neigung und Verschattung werden gemessen — nicht geschätzt.

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„Rechnet sich in drei bis vier Jahren" — das gilt für einen Südbalkon ohne Nachbarhaus. Ob es auch für deinen Balkon gilt, hängt an drei Zahlen: Himmelsrichtung, Neigung und Verschattung. BalkonWatt misst alle drei mit den Sensoren, die ohnehin im iPhone stecken.

Drei Minuten am Geländer

Du gehst mit dem iPhone auf den Balkon und arbeitest vier Schritte ab. Standort per GPS oder Postleitzahl. Ausrichtung, indem du das iPhone flach ans Geländer hältst — die App misst die Richtung, in die später die Module schauen, und nennt sie im Klartext: „Südsüdwest, 205°".

Neigung, indem du das iPhone ans Modul oder Geländer legst; drei Kacheln decken die üblichen Fälle ab, von senkrecht am Geländer bis aufgeständert auf dem Boden.

Und dann der Schritt, den kein Online-Rechner hat: die Verschattung. Du schwenkst mit der Kamera von Ost über Süd nach West und tippst die Oberkanten von Häusern, Bäumen und Mauern an. Im Bild liegen dabei zwei Linien: die Sonnenbahn am längsten Tag und die am kürzesten. Du siehst also direkt, was dir wann im Weg steht.

Danach noch die Anlage — 880 Watt für rund 400 Euro sind voreingestellt — und drei Fragen zum Haushalt. Dann steht das Ergebnis: eine Ampel mit Begründung, der Jahresertrag in Kilowattstunden und die Ersparnis im ersten Jahr in Euro.

So funktioniert es

BalkonWatt auf dem iPhone: Startbildschirm mit dem Knopf Balkon vermessen und einem gespeicherten Projekt mit Jahresertrag

iPhone

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Aufmachen und rausgehen

Ein Knopf, mehr steht nicht auf dem Startbildschirm. Kein Konto, keine Einrichtung — du drückst auf „Balkon vermessen" und stehst im ersten Schritt.

Was du gemessen hast, bleibt als Projekt gespeichert, mit Ort, Datum, Jahresertrag und Ersparnis. So lassen sich später Varianten vergleichen: ein anderer Balkon, eine größere Anlage, ein anderer Winkel.

BalkonWatt auf dem iPhone: Kompassrose mit der Angabe Südsüdwest 205 Grad und dem Vermerk Kompass sonnenkalibriert

iPhone

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Wohin schaut dein Balkon?

iPhone senkrecht und flach ans Geländer halten, Display zu dir. Gemessen wird die Richtung der Rückseite — also genau die, in die später die Module schauen.

Die Rose zeigt live mit, darunter steht die Richtung in Worten und in Grad. Steht das Geländer aus Metall im Weg, kalibrierst du vorher mit der Sonne; der grüne Vermerk zeigt dann, um wie viel Grad korrigiert wurde.

BalkonWatt auf dem iPhone: Auswahl der Montageart mit den Kacheln Senkrecht, Aufgeständert und Flachdach sowie Live-Anzeige von 90 Grad Neigung

iPhone

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Wie hängen die Module?

Drei Kacheln für die üblichen Fälle: flach am Geländer, angewinkelt, oder aufgeständert auf Boden und Flachdach. Ein Tipp genügt.

Wer es genau wissen will, legt das iPhone ans Modul und übernimmt den gemessenen Winkel. Dabei zählt nur der Winkel, kein Vorzeichen — wohin die Fläche schaut, wurde ja im Schritt davor gemessen.

BalkonWatt auf dem iPhone: Ergebnis mit grüner Ampel, 577 Kilowattstunden im Jahr, 135 Euro Ersparnis und Kacheln zu Verschattung, Eigenverbrauch und Amortisation

iPhone

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Die Antwort in einem Satz

Oben die Ampel mit Begründung, darunter der Jahresertrag und die Ersparnis im ersten Jahr. Direkt daneben steht, dass es sich um eine Prognose handelt und reale Erträge mit dem Wetterjahr schwanken.

In den Kacheln stehen die Zahlen, die sonst niemand nennt: Verschattungsverlust, spezifischer Ertrag, Eigenverbrauchsquote, verschenkte Einspeisung und wie viel die 800-Watt-Grenze wirklich kostet.

BalkonWatt auf dem iPhone: Amortisationsrechner mit der Angabe drei Jahre, Kurve der aufsummierten Ersparnis und Reglern für Anlagenpreis und Strompreis

iPhone

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Und wenn das Set teurer wird?

Der Amortisationsrechner zeigt die aufsummierte Ersparnis als Kurve, mit dem Punkt, an dem sie die Anschaffung übersteigt.

Drei Regler machen ihn zum Werkzeug: der Preis deines Wunsch-Sets, dein Arbeitspreis von der Stromrechnung und eine mögliche Strompreissteigerung. Letztere steht voreingestellt auf null — vorsichtig gerechnet.

Die Bilder zeigen Beispieldaten aus einer Testmessung.

Warum die Kamera genügt

Die häufigste Frage zur Verschattungsmessung lautet: Woher weiß die App, wie weit das Haus gegenüber entfernt ist? Antwort: Sie muss es nicht wissen.

Für die Verschattung zählt allein der Höhenwinkel. Ein zehn Meter hohes Haus in zehn Metern Abstand verdeckt exakt so viel Himmel wie ein hundert Meter hohes in hundert Metern Abstand — beide stehen unter 45 Grad. Und genau diesen Winkel liest die Kamera ab, wenn du die Oberkante antippst.

Die App zerlegt den Horizont in 36 Sektoren zu je zehn Grad und merkt sich für jeden, wie hoch dort etwas steht. Beim Rechnen wird dann für jeden Zeitpunkt geprüft, ob die Sonne über oder hinter dem Hindernis steht.

Weil das Kamerabild nur als Sucher dient, wird kein Foto aufgenommen und keines gespeichert.

Die Sonnen-Kalibrierung

Ein Balkongeländer aus Metall verzieht den Magnetsensor im iPhone — um zweistellige Gradzahlen. Wer die Kompass-App aufs Geländer legt, misst also nicht die Himmelsrichtung, sondern die Himmelsrichtung plus einen unbekannten Fehler. Bei zwanzig Grad Abweichung liegt der Jahresertrag schnell fünf Prozent daneben.

Deshalb bietet BalkonWatt einen zweiten Weg an: Peile die Sonne an. Wo die Sonne für deinen Ort und die aktuelle Uhrzeit steht, ist astronomisch exakt berechenbar. Die Differenz zwischen berechnetem und gemessenem Wert ist der Fehler des Kompasses — die App merkt ihn sich und rechnet ihn ab da bei jeder Messung heraus.

Am Balkon entscheidet der Winter

Auf dem Dach liegen Module schräg und sammeln im Sommer am meisten. Am Geländer hängen sie senkrecht — und das dreht die Sache um: Die tief stehende Wintersonne trifft eine senkrechte Fläche viel günstiger als die hohe Sommersonne, die fast daran vorbeischeint.

Daraus folgt der Punkt, den Faustformeln übersehen: Verschattung wiegt am Balkon schwerer als auf dem Dach. Im Winter steht die Sonne so flach, dass ein Nachbarhaus mit 25 Grad Höhenwinkel sie über Stunden komplett wegnimmt — und zwar genau in der Jahreszeit, in der die senkrechten Module eigentlich liefern würden.

Genau deshalb ist die Verschattungsmessung der Kern dieser App und nicht ein Extra.

Woher die Zahlen kommen

Gerechnet wird mit den Strahlungsdaten von PVGIS, dem Photovoltaic Geographical Information System der Europäischen Kommission. Das ist eine langjährige Klimatologie — also der über viele Jahre gemittelte Verlauf, keine Wettervorhersage.

Diese Daten liegen als Raster in der App: 0,1 Grad Auflösung, das entspricht rund elf Kilometern je Zelle, mit zwölf Monatswerten für Globalstrahlung, Diffusanteil und Lufttemperatur. Deshalb funktioniert die Rechnung ohne Netz — und deshalb gibt es keine Serveranfrage, wenn du misst.

Aus diesen Monatswerten baut die App Tagesprofile in 15-Minuten-Schritten, rechnet den Sonnenstand für deinen Ort, legt deinen gemessenen Horizont darüber und bestimmt daraus, was auf deiner geneigten Fläche ankommt. Modultemperatur und Wirkungsgradverlauf sind dabei mitgerechnet.

Strahlungsdaten: PVGIS © Europäische Union, CM SAF SARAH-3, bereitgestellt unter der Lizenz CC BY 4.0. Die App ist weder von der Europäischen Kommission noch von PVGIS geprüft, unterstützt oder autorisiert.

Die Rechenmaschine wurde gegen zwei unabhängige Referenzen geprüft: 300 Fälle gegen den offiziellen PVGIS-Rechner — 20 Orte, 5 Himmelsrichtungen, 3 Neigungen — und 18 Fälle für den Eigenverbrauch gegen den Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin. Beide Prüfungen blieben innerhalb der vorab festgelegten Toleranz. Die HTW Berlin steht in keiner Verbindung zur App; ihr Simulator diente als Prüfmaßstab.

Was die Ampel bedeutet

Am Ende steht kein Zahlenfriedhof, sondern ein Satz. Dahinter liegen feste Regeln:

AmpelBedingung
Lohnt sich klarbezahlt nach höchstens 8 Jahren, mindestens 550 kWh je kWp
Lohnt sich bedingtbezahlt nach höchstens 15 Jahren
Lohnt sich eher nichtlänger — oder gar nicht

Die Begründung steht immer daneben, etwa „Guter Standort: 655 kWh je kWp im Jahr". So bleibt nachvollziehbar, warum die Farbe so ausfällt.

Zum Einordnen: typische Werte

Was Himmelsrichtung und Verschattung ausmachen, zeigt sich am besten an Zahlen. Alle Werte für Berlin, 880 Wp, senkrecht am Geländer, freier Himmel:

AusrichtungErtrag je kWp
Süd744 kWh
Südwest683 kWh
Ost520 kWh
West514 kWh
Nordwest333 kWh
Nord249 kWh

Und was Verschattung daraus macht — derselbe Südbalkon, mit einem Horizont ringsum:

Horizont ringsumErtrag je kWp
frei744 kWh
20°586 kWh
30°443 kWh
40°302 kWh
50°159 kWh

Ein Südbalkon mit 40 Grad Horizont liefert also weniger als ein freier Nordwestbalkon. Das ist der Grund, warum eine Faustformel nach Himmelsrichtung so oft danebenliegt — und warum das Messen den Unterschied macht.

Amortisation, Speicher, Neigung

Wann hat sich das bezahlt gemacht

Der Amortisationsrechner zeigt die aufsummierte Ersparnis über zwanzig Jahre als Kurve. Drei Regler — Anlagenpreis, Strompreis und Strompreissteigerung — machen daraus ein Werkzeug für das konkrete Angebot, das du gerade im Warenkorb hast.

In der Zwanzig-Jahres-Bilanz sind Ersatzkosten eingerechnet: ein Wechselrichter nach 15 Jahren, ein Speicher nach 10, jeweils zu 75 Prozent des Preises. Das macht die Zahl kleiner — und ehrlicher.

Lohnt sich ein Speicher

Ein Speicher erzeugt keinen Strom, er verschiebt ihn vom Mittag in den Abend. Bei 800 Watt Ausgangsleistung ist der Überschuss klein, deshalb flacht die Kurve schon ab etwa einer Kilowattstunde ab. Der Speicher-Rechner zeigt sie über alle Größen — und sagt „eher nein", wenn es so ist.

Wie weit aufständern

Der Neigungs-Optimierer rechnet den Ertrag über alle Winkel von 0 bis 90 Grad in Zwei-Grad-Schritten und nennt das Optimum für deinen Balkon. Damit lässt sich beantworten, ob sich eine Halterung mit Anstellwinkel überhaupt lohnt.

Was nach der Entscheidung zu tun ist

Fällt die Entscheidung für eine Anlage, fasst die App die nächsten Schritte zusammen. Für Deutschland sind das im Wesentlichen drei:

  • Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur — Pflicht, kostenlos, über ein vereinfachtes Formular für Steckersolar. Eine separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt seit 2024.
  • Vermieter oder Eigentümergemeinschaft informieren. Seit Oktober 2024 zählt Steckersolar zu den privilegierten baulichen Veränderungen. Die App erzeugt dafür ein vorbereitetes Anschreiben als PDF.
  • Zähler prüfen. Alte Zähler mit Drehscheibe dürfen nicht rückwärts laufen; der Tausch durch den Netzbetreiber ist kostenlos.

Das Vermieter-Anschreiben ist eine Formulierungshilfe und ersetzt keine Rechtsberatung. Prüfe vor Kauf und Montage die aktuellen technischen und rechtlichen Anforderungen. Die App steht in keiner Verbindung zur Bundesnetzagentur.

Was diese App ausmacht

Gemessen statt geschätzt

Ausrichtung, Neigung und Verschattung entstehen dort, wo die Anlage später hängt — mit Kompass, Neigungssensor und Kamera. Kein Formular fragt nach Zahlen, die man ohnehin nur raten könnte.

Die Verschattung wird wirklich erfasst

Der Punkt, an dem sich die App von jedem Online-Rechner unterscheidet: Häuser, Bäume und Mauern werden Sektor für Sektor aufgenommen, mit den Sonnenbahnen von Sommer und Winter live im Kamerabild.

Rechnet auf dem Gerät

Die Sonnendaten stecken in der App. Die Messung funktioniert damit auch im Funkloch — und niemand muss auf eine Serverantwort warten.

Sagt auch ab

Liegt dein Standort außerhalb des Datengebiets, sagt die App das, statt eine Zahl zu erfinden. Der Speicher-Check rät ab, wenn ein Speicher wenig bringt. Und die Zwanzig-Jahres-Bilanz zieht Ersatzkosten ab.

Für draußen gebaut

Große Knöpfe, wenig Text, kein Tippen nötig — die App wird im Stehen am Geländer bedient, nicht am Schreibtisch. Rückmeldung gibt es spürbar: beim Setzen eines Hindernisses, bei erfolgreicher Kalibrierung und wenn das Ergebnis fertig ist.

Was es kostet

Die Messung und die Antwort auf die eigentliche Frage sind kostenlos: alle vier Messschritte, die Ampel mit Begründung, der Jahresertrag, die Ersparnis im ersten Jahr, der Verschattungsverlust, der spezifische Ertrag, gespeicherte Projekte und das Teilen des Ergebnisses.

BalkonWatt ProPreis
Einmalkauf, kein Abo5,99 €

Pro schaltet frei: Amortisationsdauer und Amortisationsrechner mit Kurve und drei Reglern, Eigenverbrauchsquote, verschenkte Einspeisung, Autarkiegrad, die Bilanz über 20 Jahre, die Abregelung durch die 800-Watt-Grenze, den Monatsvergleich von Erzeugung und Verbrauch, den Neigungs-Optimierer, den Speicher-Rechner, den Mess-Report und das Vermieter-Anschreiben als PDF sowie das Ertrags-Widget für den Homescreen.

Der Kauf gilt über die Familienfreigabe für alle Mitglieder der Familiengruppe und lässt sich über „Käufe wiederherstellen" auf weiteren Geräten mit derselben Apple-ID zurückholen.

Wofür die App nicht gedacht ist

Sie misst keinen laufenden Ertrag. Es gibt keine Verbindung zu einem Wechselrichter oder einer bestehenden Anlage — die App rechnet vorher, nicht mit.

Sie empfiehlt keine Produkte. Keine Datenbank mit Sets, keine Herstellernamen, keine Kaufempfehlung und keine Provisionslinks.

Sie ist nicht für Dachanlagen. Modell und Prüfung zielen auf Steckersolargeräte mit der 800-Watt-Grenze; die Eingabe reicht bis 4 kWp.

Sie deckt Deutschland, Österreich und die Schweiz ab. Außerhalb sagt sie das offen.

Die App läuft ausschließlich auf dem iPhone ab iOS 17 — sie braucht Kompass, Neigungssensor und Kamera in einem Gerät, das man ans Geländer halten kann. Für iPad, Apple Watch und Mac gibt es sie deshalb nicht. Verfügbar in Deutsch und Englisch.

Alle Ertrags-, Ersparnis- und Amortisationswerte sind Simulationsergebnisse auf Basis langjähriger Klimadaten und deiner Messung. Reale Erträge schwanken mit dem Wetterjahr — typisch ±10 % — und können durch bauliche Gegebenheiten abweichen. Die Werte sind eine Entscheidungshilfe, keine Zusicherung. BalkonWatt nutzt die Sensoren eines gewöhnlichen iPhones und ist kein geeichtes Messgerät; sie ersetzt keine Fachplanung.

Deine Daten bleiben auf dem iPhone

Standort, Kompass- und Neigungswerte, das Kamerabild und alle Messungen bleiben auf deinem Gerät. Das Kamerabild dient nur als Sucher — es wird kein Foto aufgenommen und keines gespeichert. Gespeicherte Projekte liegen ebenfalls nur dort; löschst du die App, sind sie weg.

Nach außen gehen genau zwei Dinge: deine Sucheingabe, wenn du einen Ort über Postleitzahl oder Namen suchst, und die Kaufabwicklung über Apple. Im App Store ist deshalb „Keine Daten erfasst" hinterlegt.

Strahlungsdaten: PVGIS © Europäische Union, CM SAF SARAH-3 (CC BY 4.0). Apple, iPhone, iPad, iOS, Apple Watch und App Store sind Marken der Apple Inc., eingetragen in den USA und anderen Ländern. BalkonWatt ist unabhängig entwickelt und steht in keiner Verbindung zu Apple Inc., zur Europäischen Kommission, zu PVGIS, zur HTW Berlin oder zur Bundesnetzagentur.

Häufige Fragen

Woher weiß die App, wie weit die Häuser und Bäume entfernt sind?

Das muss sie gar nicht wissen. Für die Verschattung zählt allein der Höhenwinkel: Ein zehn Meter hohes Haus in zehn Metern Abstand verdeckt genauso viel Himmel wie ein hundert Meter hohes in hundert Metern Abstand. Genau diesen Winkel misst die Kamera — deshalb genügt sie.

Wie genau ist die Messung?

Die Rechenmaschine wurde in 300 Fällen gegen PVGIS-PVcalc geprüft — 20 Orte, 5 Himmelsrichtungen, 3 Neigungen — und blieb dabei innerhalb der gesetzten Toleranz. Für den Eigenverbrauch gab es 18 Vergleichsfälle gegen den Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin. Die App ist trotzdem kein Messgerät: Reale Erträge schwanken mit dem Wetterjahr um typischerweise zehn Prozent.

Brauche ich Internet oder Sonnenschein für die Messung?

Internet nur für die Ortssuche über Postleitzahl — mit GPS geht es auch ohne. Alle Sonnendaten liegen in der App, die Rechnung läuft auf dem Gerät. Und für die Verschattungsmessung genügt Tageslicht; die Sonne muss nicht scheinen. Nur die Sonnen-Kalibrierung des Kompasses braucht sie, und die ist freiwillig.

Warum kalibriert die App den Kompass mit der Sonne?

Weil Metallgeländer den Magnetsensor um zweistellige Gradzahlen verziehen können. Der Sonnenstand dagegen lässt sich für Ort und Uhrzeit exakt berechnen. Du peilst die Sonne an, die App vergleicht den berechneten mit dem gemessenen Wert und rechnet die Abweichung ab da heraus.

Muss ich bei der Neigung ein Minus eingeben, wenn ich über die Waagerechte hinauskippe?

Nein. Die Neigung liegt immer zwischen 0 und 90 Grad. Kippst du über die Waagerechte hinaus, zeigt die Fläche in die Gegenrichtung — der Winkel bleibt positiv, und die Richtung hast du bereits in Schritt 2 gemessen. Beides wird getrennt erfasst.

Wie trage ich einen Balkon ein, der direkt über den Modulen liegt?

Dafür gibt es nach der Verschattungsmessung eine eigene Frage mit drei Antworten: nichts darüber, etwas weiter oben, oder direkt darüber. Die App rechnet das getrennt vom gemessenen Horizont ein.

Warum zeigt die App bei meinem Standort keine Werte?

Die Sonnendaten decken Deutschland, Österreich und die Schweiz ab. Liegt dein Standort außerhalb, sagt die App das offen, statt eine Zahl zu erfinden.

Warum liegt mein Ertrag unter dem eines Online-Rechners?

Meist wegen der Verschattung. Online-Rechner fragen sie gar nicht ab und rechnen mit freiem Himmel. Am Balkon macht sie aber den größten Unterschied — bei einem Horizont von 30 Grad ringsum bleibt von einem Südbalkon deutlich weniger als die Hälfte des Ertrags übrig.

Warum wirkt sich Verschattung am Balkon stärker aus als auf dem Dach?

Weil senkrecht am Geländer montierte Module ihren Ertragsschwerpunkt im Winterhalbjahr haben: Die tief stehende Wintersonne trifft eine senkrechte Fläche günstiger als die hohe Sommersonne. Und im Winter steht die Sonne so flach, dass ein Nachbarhaus sie über Stunden wegnimmt.

Lohnt sich ein Speicher zum Balkonkraftwerk?

Ein Speicher erzeugt nichts, er verschiebt Strom vom Mittag in den Abend. Bei einem 800-Watt-Gerät ist der Überschuss klein, deshalb flacht der Nutzen schon ab etwa einer Kilowattstunde deutlich ab. Der Speicher-Rechner zeigt dir die Kurve über alle Größen — und sagt auch dann „eher nein", wenn es so ist.

Muss ich ein Balkonkraftwerk anmelden?

In Deutschland ist die Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur Pflicht, kostenlos und über ein vereinfachtes Formular möglich; eine separate Meldung beim Netzbetreiber entfällt seit 2024. Die App fasst das nach dem Ergebnis zusammen und verlinkt das Register. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

Kann ich die App auf dem iPad benutzen?

Nein, BalkonWatt läuft ausschließlich auf dem iPhone. Sie braucht Kompass, Neigungssensor und Kamera in einem Gerät, das man ans Geländer halten kann — deshalb gibt es sie auch nicht für Mac oder Apple Watch.

Was kostet die App?

Die Messung und die Antwort auf die Kernfrage sind kostenlos: Ampel, Jahresertrag, Ersparnis im ersten Jahr, Verschattungsverlust und spezifischer Ertrag. BalkonWatt Pro kostet einmalig 5,99 € und schaltet Amortisationsrechner, Neigungs-Optimierer, Speicher-Rechner, die 20-Jahres-Bilanz, die beiden PDFs und das Widget frei. Kein Abo.

Woher stammen die Sonnendaten?

Aus PVGIS, dem Photovoltaic Geographical Information System der Europäischen Kommission, Datensatz CM SAF SARAH-3. Es handelt sich um eine langjährige Klimatologie, keine Wettervorhersage. Die Daten liegen als Raster in der App, damit die Rechnung ohne Netz funktioniert.

Wofür ist das Vermieter-Anschreiben?

Es ist eine Formulierungshilfe für die Mitteilung an Vermieter oder Eigentümergemeinschaft und nennt die einschlägigen Regelungen. Seit Oktober 2024 zählt Steckersolar zu den privilegierten baulichen Veränderungen. Das Schreiben ersetzt keine Rechtsberatung.

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