Geld in der Gruppe
Kurz gesagt
Für jede Person zählt am Ende nur eine Zahl: was sie bezahlt hat minus ihren Anteil. Wer im Plus ist, bekommt Geld, wer im Minus ist, zahlt. Fasst man alle Ausgaben so zusammen, reichen bei n Personen höchstens n − 1 Überweisungen, statt dass jeder jedem einzeln etwas schickt. Gleich teilen passt für den Urlaub, nach Anteilen für Gruppen mit Kindern, nach Einkommen oft für Paare.
Jede gemeinsame Ausgabe hat zwei Seiten: wer bezahlt hat und für wen. Daraus ergibt sich für jede Person ein Saldo, der Stand ihres Kontos in der Gruppe:
Anna, Ben, Clara und David teilen alles gleich. Anna hat das Ferienhaus bezahlt, Ben das Restaurant und den Großeinkauf, Clara das Tanken, David nichts.
| Person | Bezahlt | Anteil | Saldo |
|---|---|---|---|
| Anna | 600 € | 250 € | +350 € |
| Ben | 300 € | 250 € | +50 € |
| Clara | 100 € | 250 € | −150 € |
| David | 0 € | 250 € | −250 € |
| Summe | 1.000 € | 1.000 € | 0 € |
Würde jede Ausgabe einzeln beglichen, schuldet jeder jedem Zahler seinen Anteil. Im Beispiel wären das neun Überweisungen, teils in beide Richtungen: Anna schuldet Ben ihren Anteil am Restaurant, Ben schuldet Anna seinen Anteil am Ferienhaus.
Rechnet man stattdessen mit den Salden, gleichen sich diese Hin-und-her-Beträge aus. Wer im Minus ist, zahlt an die, die im Plus sind, und zwar so lange, bis alle bei null stehen:
Drei Überweisungen statt neun, und das Ergebnis ist für jeden dasselbe. Die Regel dahinter: Mit jeder Überweisung steht mindestens eine Person bei null. Bei n Personen sind deshalb höchstens n − 1 Überweisungen nötig.
Wichtig ist weniger die Methode als die Abmachung vorher. Wer nach dem Urlaub zum ersten Mal über „wer hat eigentlich wie viel getrunken“ spricht, streitet meist nicht ums Geld, sondern ums Prinzip.
Verdienen beide ähnlich, ist 50 zu 50 am einfachsten. Liegen die Einkommen weit auseinander, teilen viele Paare die gemeinsamen Kosten im Verhältnis der Nettoeinkommen. So bleibt beiden ein ähnlicher Anteil des eigenen Geldes zur freien Verfügung.
| Beispiel | Netto | Anteil | An 1.500 € Fixkosten | Bleibt |
|---|---|---|---|---|
| Halbe-halbe: Person A | 3.000 € | 50 % | 750 € | 2.250 € |
| Halbe-halbe: Person B | 2.000 € | 50 % | 750 € | 1.250 € |
| Nach Einkommen: Person A | 3.000 € | 60 % | 900 € | 2.100 € |
| Nach Einkommen: Person B | 2.000 € | 40 % | 600 € | 1.400 € |
Nach Einkommen behalten beide 70 % ihres Nettos. Welche Lösung fair ist, entscheidet das Paar; es gibt kein richtig oder falsch. Hilfreich ist, gemeinsame Kosten (Miete, Lebensmittel, Urlaub) von eigenen Ausgaben (Hobbys, Kleidung) zu trennen und nur die gemeinsamen aufzuteilen.
Der GiroCode (auch EPC-QR-Code) ist ein QR-Code nach einem Standard des European Payments Council für SEPA-Überweisungen. Er enthält Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Viele Banking-Apps in Deutschland, Österreich und anderen Euro-Ländern lesen ihn über die Funktion Foto- oder Scan-Überweisung; danach ist die Überweisung vollständig ausgefüllt und muss nur noch freigegeben werden. Das erspart das Abtippen der IBAN und damit Tippfehler.
Für schnelle kleine Beträge sind auch PayPal-Links oder Bargeld üblich. Wichtig ist nur, dass bezahlte Schulden anschließend als erledigt markiert werden, damit niemand doppelt zahlt.
Stand: 23. Oktober 2026. Die Beispiele sind gerundet und frei erfunden.
Die passende App
Obolus rechnet genau so: Ihr tragt ein, wer bezahlt hat und für wen, und die App zeigt jedem seinen Stand und schlägt möglichst wenige Überweisungen vor. Für iPhone, iPad und Android.
Für jede Person ausrechnen, was sie bezahlt hat minus ihren Anteil. Wer im Minus ist, zahlt an die, die im Plus sind, bis alle bei null stehen. So reichen bei n Personen höchstens n − 1 Überweisungen.
Höchstens eine weniger als Personen in der Gruppe, wenn man die Salden ausgleicht statt jede Ausgabe einzeln. Bei vier Personen also höchstens drei, oft weniger.
Bei ähnlichem Einkommen ist halbe-halbe am einfachsten. Bei großem Unterschied teilen viele im Verhältnis der Nettoeinkommen, etwa 60 zu 40 bei 3.000 und 2.000 Euro netto. Beides ist fair, wenn es vorher vereinbart ist.
Ein QR-Code nach dem Standard des European Payments Council für SEPA-Überweisungen. Er enthält Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Viele Banking-Apps lesen ihn per Foto- oder Scan-Überweisung, danach ist die Überweisung ausgefüllt.
Jede Ausgabe zum Kurs des Tages umrechnen, an dem sie bezahlt wurde, und erst dann teilen. Obolus Plus macht das mit dem Tageskurs der Europäischen Zentralbank.
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