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Geld in der Gruppe

Ausgaben fair teilen

Kurz gesagt

Für jede Person zählt am Ende nur eine Zahl: was sie bezahlt hat minus ihren Anteil. Wer im Plus ist, bekommt Geld, wer im Minus ist, zahlt. Fasst man alle Ausgaben so zusammen, reichen bei n Personen höchstens n − 1 Überweisungen, statt dass jeder jedem einzeln etwas schickt. Gleich teilen passt für den Urlaub, nach Anteilen für Gruppen mit Kindern, nach Einkommen oft für Paare.

Das Grundprinzip: bezahlt minus Anteil

Jede gemeinsame Ausgabe hat zwei Seiten: wer bezahlt hat und für wen. Daraus ergibt sich für jede Person ein Saldo, der Stand ihres Kontos in der Gruppe:

  • Saldo = alles, was sie bezahlt hat − alles, was auf sie entfällt
  • Ein positiver Saldo heißt: Sie hat vorgestreckt und bekommt Geld zurück.
  • Ein negativer Saldo heißt: Andere haben für sie bezahlt, sie gleicht aus.
  • Die Summe aller Salden ist immer null. Ist sie es nicht, fehlt eine Ausgabe oder ein Anteil.

Beispiel: eine Woche Ferienhaus zu viert

Anna, Ben, Clara und David teilen alles gleich. Anna hat das Ferienhaus bezahlt, Ben das Restaurant und den Großeinkauf, Clara das Tanken, David nichts.

PersonBezahltAnteilSaldo
Anna600 €250 €+350 €
Ben300 €250 €+50 €
Clara100 €250 €−150 €
David0 €250 €−250 €
Summe1.000 €1.000 €0 €

Mit wenigen Überweisungen quitt

Würde jede Ausgabe einzeln beglichen, schuldet jeder jedem Zahler seinen Anteil. Im Beispiel wären das neun Überweisungen, teils in beide Richtungen: Anna schuldet Ben ihren Anteil am Restaurant, Ben schuldet Anna seinen Anteil am Ferienhaus.

Rechnet man stattdessen mit den Salden, gleichen sich diese Hin-und-her-Beträge aus. Wer im Minus ist, zahlt an die, die im Plus sind, und zwar so lange, bis alle bei null stehen:

  • David zahlt 250 € an Anna.
  • Clara zahlt 100 € an Anna und 50 € an Ben.

Drei Überweisungen statt neun, und das Ergebnis ist für jeden dasselbe. Die Regel dahinter: Mit jeder Überweisung steht mindestens eine Person bei null. Bei n Personen sind deshalb höchstens n − 1 Überweisungen nötig.

Gleich, nach Anteilen oder nach Beträgen?

  • Gleich auf alle: der Normalfall für Ferienhaus, Mietwagen, Großeinkauf.
  • Nach Anteilen: Eine Familie mit zwei Kindern zählt zum Beispiel als drei Anteile, ein Paar als zwei. Auch praktisch, wenn jemand nur die Hälfte der Tage dabei war.
  • Nach Prozenten: für feste Abmachungen, etwa 60 zu 40.
  • Nach genauen Beträgen: wenn jeder etwas anderes bestellt hat, etwa im Restaurant.
  • Zu- und Abschläge: gleich teilen, aber wer den teuren Wein hatte, übernimmt 15 € mehr.

Wichtig ist weniger die Methode als die Abmachung vorher. Wer nach dem Urlaub zum ersten Mal über „wer hat eigentlich wie viel getrunken“ spricht, streitet meist nicht ums Geld, sondern ums Prinzip.

Paare: halbe-halbe oder nach Einkommen?

Verdienen beide ähnlich, ist 50 zu 50 am einfachsten. Liegen die Einkommen weit auseinander, teilen viele Paare die gemeinsamen Kosten im Verhältnis der Nettoeinkommen. So bleibt beiden ein ähnlicher Anteil des eigenen Geldes zur freien Verfügung.

BeispielNettoAnteilAn 1.500 € FixkostenBleibt
Halbe-halbe: Person A3.000 €50 %750 €2.250 €
Halbe-halbe: Person B2.000 €50 %750 €1.250 €
Nach Einkommen: Person A3.000 €60 %900 €2.100 €
Nach Einkommen: Person B2.000 €40 %600 €1.400 €

Nach Einkommen behalten beide 70 % ihres Nettos. Welche Lösung fair ist, entscheidet das Paar; es gibt kein richtig oder falsch. Hilfreich ist, gemeinsame Kosten (Miete, Lebensmittel, Urlaub) von eigenen Ausgaben (Hobbys, Kleidung) zu trennen und nur die gemeinsamen aufzuteilen.

WG: feste Kosten und Einkäufe

  • Feste Kosten wie Strom, Internet und Rundfunkbeitrag fallen jeden Monat gleich an. Am einfachsten zahlt sie eine Person per Dauerauftrag, und sie werden als wiederkehrende Ausgabe geteilt.
  • Einkäufe für alle (Spülmittel, Toilettenpapier, Kaffee) trägt jeder ein, der sie bezahlt. Persönliches gehört nicht hinein.
  • Regelmäßig abrechnen, etwa einmal im Monat. Kleine Beträge, die sich über ein Jahr stapeln, führen beim Auszug zu großen Diskussionen.
  • Bei Ein- und Auszug mitten im Monat werden die festen Kosten nach Tagen geteilt.

Bezahlen per GiroCode

Der GiroCode (auch EPC-QR-Code) ist ein QR-Code nach einem Standard des European Payments Council für SEPA-Überweisungen. Er enthält Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Viele Banking-Apps in Deutschland, Österreich und anderen Euro-Ländern lesen ihn über die Funktion Foto- oder Scan-Überweisung; danach ist die Überweisung vollständig ausgefüllt und muss nur noch freigegeben werden. Das erspart das Abtippen der IBAN und damit Tippfehler.

Für schnelle kleine Beträge sind auch PayPal-Links oder Bargeld üblich. Wichtig ist nur, dass bezahlte Schulden anschließend als erledigt markiert werden, damit niemand doppelt zahlt.

Typische Stolperfallen

  • Ausgaben vergessen: am besten sofort eintragen, solange der Bon noch da ist.
  • Doppelt eingetragen: passiert, wenn zwei Leute dieselbe Rechnung eintragen. Ein gemeinsamer Stand, den alle sehen, verhindert das.
  • Fremdwährung: Ausgaben im Ausland zum Kurs des Zahltags umrechnen, nicht zum Kurs am Ende der Reise.
  • Trinkgeld: anteilig auf die Posten verteilen, nicht gleich auf alle, wenn die Bestellungen sehr unterschiedlich waren.

Stand: 23. Oktober 2026. Die Beispiele sind gerundet und frei erfunden.

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Obolus rechnet genau so: Ihr tragt ein, wer bezahlt hat und für wen, und die App zeigt jedem seinen Stand und schlägt möglichst wenige Überweisungen vor. Für iPhone, iPad und Android.

  • Gruppe per Link oder QR-Code, alle tragen selbst ein und sehen denselben Stand
  • Gleich, nach Beträgen, Prozenten oder Anteilen, mit Zu- und Abschlägen
  • GiroCode zum Bezahlen, Abrechnung als Text, CSV oder PDF
  • Obolus Plus: Bons nach Posten teilen, jede Währung zum EZB-Kurs, wiederkehrende Ausgaben
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Mehr zu Obolus

Häufige Fragen

Wie teilt man Ausgaben in einer Gruppe am einfachsten?

Für jede Person ausrechnen, was sie bezahlt hat minus ihren Anteil. Wer im Minus ist, zahlt an die, die im Plus sind, bis alle bei null stehen. So reichen bei n Personen höchstens n − 1 Überweisungen.

Wie viele Überweisungen braucht man, um eine Gruppe abzurechnen?

Höchstens eine weniger als Personen in der Gruppe, wenn man die Salden ausgleicht statt jede Ausgabe einzeln. Bei vier Personen also höchstens drei, oft weniger.

Sollten Paare Kosten halbe-halbe oder nach Einkommen teilen?

Bei ähnlichem Einkommen ist halbe-halbe am einfachsten. Bei großem Unterschied teilen viele im Verhältnis der Nettoeinkommen, etwa 60 zu 40 bei 3.000 und 2.000 Euro netto. Beides ist fair, wenn es vorher vereinbart ist.

Was ist ein GiroCode?

Ein QR-Code nach dem Standard des European Payments Council für SEPA-Überweisungen. Er enthält Name, IBAN, Betrag und Verwendungszweck. Viele Banking-Apps lesen ihn per Foto- oder Scan-Überweisung, danach ist die Überweisung ausgefüllt.

Wie rechnet man Ausgaben in fremder Währung ab?

Jede Ausgabe zum Kurs des Tages umrechnen, an dem sie bezahlt wurde, und erst dann teilen. Obolus Plus macht das mit dem Tageskurs der Europäischen Zentralbank.